Kommentar 01-19

 

 

 

Pflegebeiträge ab 2019

 

 

Sie steigen!

 

Wer hat damit etwa nicht gerechnet? Unzählige Verlautbarungen in den Medien ließen das erwarten. Auch eine gewerkschaftliche Seniorenaktion zur stationären Altenpflege, die die chronische Unterbesetzung in Tagespflegeeinrichtungen geißelte und Ansprüche an Tarifverträge für das Pflegepersonal stellte.

 

 

 

K 11-18 beschrieb hier den „Umgang mit dem Personalmangel der Altenpflege“, verdeutlichte auch, wie „unangemessen niedrige Löhne zu überwinden sind“, nicht zuletzt damit Erwartungen junger Leute an eine Tätigkeit in der Pflege erfüllt werden. Der Zusammenhang zwischen einer „Lohnbremse“ und dem Eigenanteil der Pfleglinge wurde angesprochen – K 14-18.

 

Die Texte zielen auf den humanen Umgang mit den ganz Alten in entsprechend ausgestatteten Einrichtungen als soziale Pflichtaufgabe. Wobei regionale Unterschiede durchscheinen, teils auch mit weltanschaulich-mentalem Bezug und gar wenig gebrochener Selbstgefälligkeit von sich mit den Angeboten bessergestellt Wähnenden.

 

Nicht immer lässt sich mit den Löhnen argumentieren, die in bestimmten Einrichtungen bereits über längere Zeit unbestreitbar miserabel sind.

 

Die Digitalisierung der Pflege führt die Ansprüche an die technisch-gegenständliche und auch die wissensmäßige Ausstattung in einen neuen „Kostenrahmen“.

 

Ursula Weidenfeld beschrieb im TAGESSPIEGEL vom 8.7.2018 die denkbare Entwicklung:

 

Dann werden die Kosten der Pflege weh tun ...“

 

Ist es das, was in Medien „digitale Mitmachfalle“ genannt wurde?

 

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Ungerechtigkeiten in der Finanzierung der Pflege wären noch zu beseitigen, lese ich.

 

Dazu gehört, die Pflegeversicherung nicht für Aufgaben zahlen zu lassen, für die die Allgemeinheit aufkommen müsste“, sagte die VdK-Präsidentin Verena Bentele der „Berliner Zeitung“ (9.10.2018). „Zum Beispiel müssen Leistungen für pflegende Angehörige oder die beitragsfreie Mitversicherung von Familienmitgliedern aus Steuermitteln finanziert werden.“ Ganz wichtig sei, „dass die finanziellen Leistungen aus der Pflegeversicherung dynamisiert und an die jährliche Preisentwicklung und an die Lohnkosten angepasst werden.“

 

Unbestreitbar ungerecht sind lange die regional stark differierenden Eigenbeiträge, die überdies im letzten Jahr rasant gestiegen sind. Das ganz unabhängig von der jeweiligen Pflegebedürftigkeit.

 

4.1.2019