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09-18 

 

Pflegekassen mit Milliardenplus an die Börse?

 

 

Kaum zu glauben – aber die Tendenz gibt es, und das machte schon Überschriften in dem einen oder anderen Nachrichtenblatt.

 

Das Plus gehe auf eine trotz Krisen gut entwickelte Einnahmesituation der betreffenden Unternehmen zurück, heißt es.

 

Die allerdings keineswegs mit miesen Löhnen für Pflegekräfte Schluss machte. Auch nicht mit Ungerechtigkeiten in der Finanzierung der Pflege, worauf sich eben Kritik des VdK bezog – Berliner Zeitung", 9.10.2018. Die müssten vorrangig beseitigt werden."

 

Machen die nicht aber manche Pflegeeinrichtungen zu lukrativen Anlageobjekten privaten Kapitals? Was die öffentlichen Kassen entlasten könnte.

  

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Die Pflege darf nicht weiter ein Tummelplatz für Gewinnmaximierung sein", sagte die SPD-Gesundheitspolitikerin Hilde Mattheis der Berliner Zeitung" (10.10.2018). Pflege gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge und darf nicht dem Markt überlassen werden", verdeutlichte sie.

 

Das konfrontiere ich mit Positionen, die in neues deutschland" vertreten werden:

 

Von der Bundesregierung haben die Pflegeprofiteure wenig zu befürchten. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält eine gesetzliche Beschränkung erst ab einer zweistelligen Rendite für vorstellbar – und wenn sich das vernünftig regulieren lässt ..."

 

Was immer das meint.

 

Sollte der Minister bei der Kirche Rat holen – wenn der Standpunkt der Sozialdemokratin bei ihm so wenig verfängt?

 

In ver.dis PUBLIK liest man von Erfahrungen der Gewerkschafter und ihrer Familien mit unterschiedlichen Einrichtungen der Altenpflege – in einer war gar ein Pastor Heimleiter – 02-2015. Die Heime waren ,Melkmaschinen`, und aus dem viel zu geringen Personal wurde das Letzte herausgeholt."

 

Das Blatt beschrieb dramatische Szenen" in einem Haus des privaten Trägers CasaReha" in Berlin. – Notruf im Pflegeheim" war die Überschrift des Artikels, der einen Stellenschlüssel für die Pflegeeinrichtungen fordert – www.drei.verdi de.

 

Abgeleitete Konsequenz aus all dem:

 

Der Staat sollte die Einrichtungen in eigener Regie betreiben, da er sie sowieso schon weitgehend bezahlt!

 

Aktuell: Große private Wohnungsvermieter entdecken ... die Altenpflege als Kapitalanlage." – dpa

 

10.9.2018