pits aktuelle Kommentare 2018

 

 

07-18

 

Ist die Pflege noch zu retten?

 

 

Der nun dafür zuständige Minister Jens Spahn ist sichtlich bemüht, das zu beweisen – mit einem detaillierten Programm, das sich keineswegs den Realitäten verschließt, mit gefälligen Ausflüchten behilft.

Wird sich der Minister auch mit ganz vordergründigen Geschäftsinteressen von Akteuren auseinandersetzen? Wird denen ein akzeptabler Platz in der von der Koalition proklamierten „Offensive für Pflege“ zugewiesen?

„neues deutschland“ weiß: „Internationale Finanzgesellschaften investieren gern in die deutsche Pflegebranche.“ – 11.4.2018

Sind solche Interessen nicht auch Beleg für die „Bezahlbarkeit“ der Pflege? Wiewohl diese für manche Pflegebedürftige und ihre Familien durch gerade steigende Heimentgelte in Frage gestellt wird!

Zu wenig Aufmerksamkeit haben wohl die personalsparenden Wohngemeinschaften der Alten gefunden, für die die Gerontologin Adelheid Kuhlmey schon in der „Berliner Zeitung“ vom 6.1.2014 geworben hat:

„Ich kenne … Projekte aus ganz Deutschland und denke manchmal, die wären auch für Berlin gut, Modelle, in denen junge Alte etwas für alte Alte tun und später bekommen sie die einst erbrachte Hilfsleistung zurück. … Wir sollten solche Initiativen viel öffentlicher machen ...“

 

Das nähme auch Fragen nach der Personalausstattung der Heime ihre Brisanz. 

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Einstweilen beschreiben die Medien den Zustand, dass skandalträchtige Heime Bestnoten erlangen können. Und die Heimaufsicht tue sich schwer, eins zu schließen, erfuhr man im ZDF bei Illner.

 

Die gemeinnützige Stiftung Patientenschutz fordert seit langem Gesetze gegen Milliardenbetrug in der Pflege“ neues deutschland“,  5.5.2015

 28.5.2018