pits aktuelle Kommentare 2018

 

06-18

 

Zum Umgang

mit dem Personalmangel der Altenpflege

 

Den konstatiert auch verdi-PUBLIK und erinnert an „vollmundige“ Ankündigungen 

des Wahljahres 2017. An dieser Stelle haben Kommentare Reden und Schritte zur Problemlösung vor und nach dem Regierungswechsel beleuchtet, dabei klargemacht, 

dass erklärte Entschlossenheit mit ausreichendem Einsatz geeigneter Mittel bewiesen und gestützt werden muss.

 

Inzwischen wird über die „Lohnbremse“ und auch über eine Neuverteilung der 

Pflegekosten diskutiert. Siehe „Eigenanteile fürs Pflegeheim steigen“, „neues deutschland“, 2.2.2018. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) erhöhte da die Heimentgelte seiner Einrichtungen.

 

Anderswo bleiben sogar als frei gemeldete Stellen in der Pflege längere Zeit 

„uninteressant“, damit vakant. 

 

Die Intensivierung der Arbeit in den Einrichtungen, die reibungsfreie Organisation der Abläufe in den pflegeintensiven Bereichen von Heimen und Kliniken wurde bei all dem wenig beleuchtet – von einer Rationalisierung, die dem Personal und den Pflegebedürftigen gerecht wird, allen zugute kommt, ist wenig zu erfahren. Über die Mühen wie das – erwerbbare – Geschick im Umgang mit unbeholfenen Alten, an ihr Bett gebunden, oft auf schmutzstarrenden Unterlagen.

 

Gehört das nicht mit in die „Offensive für Pflege“, dem zum zentralen Projekt der Bundesregierung erklärten Programmpunkt?

 

Zumal laut dpa in der Bundesagentur für Arbeit sogar in Betracht gezogen wird, den Personalbedarf in deutschen Kliniken und Pflegeheimen mit ausländischen Pflegekräften zu sichern, konkret mit philippinischen, vermittelt über die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ). Auch Pflegekräfte aus Bosnien-Herzegovina und Serbien fanden in Deutschland Anstellungen – inzwischen hunderte. Kontakte der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung dienen sogar dazu, Ausbildungsinhalte dort an die deutschen Bedürfnisse und Gegebenheiten anzupassen.

26.5.2018