pits aktuelle Kommentare - 2018/4

 

04-18

 

Pflege zu Hause 

 

In Zukunft „geht es vielleicht gar nicht anders“, las man in „neues deschland“  (29.9.2017).

Was reichlich übertrieben erscheint, die Erwartung wird aber mit dem weiter zunehmenden Fachkräftemangel der Einrichtungen begründet.

 

Der „wird sich noch verschärfen, wenn nichts unternommen wird“.

 

Werden da positive Entwicklungen ignoriert?

Wohl nicht – das Blatt informiert auch über eine Intervention des Chefs des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zu der Problematik.

 

Die zur Regierungsbildung sondierenden Parteien haben sich damit befasst, wollen u.a. die Bezahlung in der Altenpflege nach Tarif stärken". Siehe K 03-18!

 

Doch ist wohl Skepsis weiter berechtigt. Im rheinischen Karneval nahmen sich eben Büttenredner des Themas an, als „Stimme für Ungehörtes und Unerhörtes“, „Altenpflege – Notstandspflege“, Lars Reichow.

 

 

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Wer die Pflege eines Angehörigen übernimmt, hat innerhalb kurzer Zeit einen völlig neuen Alltag“, klärt die Unfallkasse Berlin auf. „Körperliche Pflegetätigkeiten, Behördengänge, Arztbesuche und die Organisation von Dienstleistern aller Art gehören dazu. Für schöne Momente bleibt da nicht viel Raum. Und nicht immer ist die innere Offenheit dafür gegeben. Dabei können sie den Alltag nicht nur erhellen, sondern auch Kraftquelle werden.“

 

 

 

Die Pflege der Pflegebedürftigen in ihrer Wohnung gilt ungeachtet werbeträchtiger Angebote der Branche weiter als Regelfall. Immer wieder geht es hier in pits Wochenschau wie in Kommentaren um Geldsorgen der Pflegebedürftigen und der Pflegeeinrichtungen. Da werden auch dramatische Situationen beschrieben. So von Thomas Hartl, 49 Jahre alt, seit der Geburt schwerbehindert, der von Pflegekräften schreibt, die sich liebevoll und intensiv um ihn gekümmert haben, und sieht, dass der Pflegenotstand sie hindert, sich noch mehr um ihn und andere Patientinnen und Patienten zu bemühen. Er fragt, wird sich das nun spürbar ändern?

 

 

 

Die „Sondierer“ versprechen: 

 

 

Wir wollen in einer konzertierten Aktion Pflege eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Situation in der Altenpflege erreichen. Dazu gehören insbesondere Angebote in der Kurzzeit- und Verhinderungspflege sowie in der Tages- und Nachtpflege, die besonders pflegende Angehörige unterstützen. Deren Situation wollen wir auch durch einen besseren Zugang zu Rehabilitationsleistungen verbessern."

 

Ein „Entlastungsbudget“, das flexibel in Anspruch genommen werden kann, soll die häusliche Belastung erträglicher machen.

 

10.2.2018