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10-18

 

 

Zum Einsatz von Robotern in Heimen

 

 

„… ohne den Pflege bald nicht mehr finanzierbar ist“, las man von Ursula Weidenfeld im TAGESSPIEGEL vom 8.7.2018:

 

Kostensteigerungen haben im Kapitalismus notwendigerweise Rationalisierung zur Folge. Wer heute mehr Lohn in der Pflege bezahlt, wird morgen nach Maschinen Ausschau halten.“

Nicht immer lässt sich so mit den Löhnen argumentieren, die in bestimmten Einrichtungen über längere Zeit miserabel sind.

 

Als „Kraftzentrum“ hat die Innovationsabteilung der BARMER über „digitale Serviceangebote“ informiert, zu internen digitalen Prozessen und Organisationsabläufen.

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen sei kein Selbstzweck, sie solle die Patientenversorgung effizienter gestalten, erklärte Jens Spahn auf der Gesundheits-IT-Messe Conhit in Berlin. 

Er habe in seinem Ministerium eine Abteilung für Digitalisierung eingerichtet, die sich u.a. folgenden Themen widmen soll: Telemedizin, die Nutzung von Forschungsdaten sowie die Evaluierung von digitalen Produkten zur Prävention wie Gesundheits-Apps.

 

Die Telemedizin wird die Versorgung in der Fläche verbessern, sagt Spahn. Etwa bei der Hälfte aller Arzt-Patienten-Kontakte handele es sich um reine Abklärungsfragen, die sich auch per Fernbehandlung beantworten ließen. „Die Akzeptanz wird kommen, wenn die Erleichterung spürbar wird“, ist sich Spahn sicher. Freilich müsse die digitale Patientenakte mehr bieten, als lediglich die Stammdaten abrufbar zu machen. Des weiteren wolle er den elektronischen Medikationsplan entwickeln.

 

Spahn verwies dabei auf seine „gesundheitspolitische Karriere“:

 

Dass die elektronische Gesundheitskarte, die wir 2004 in einen Gesetzesentwurf geschrieben haben, 14 Jahre später immer noch nicht umgesetzt sei, bedeute für ihn zusätzlichen Ansporn.

 

Wichtig sei, dass die E-Health-Branche nicht dem Selbstzweck, sondern einer effizienteren Patientenversorgung diene. Mit digitalen Lösungen, welche die relevanten Schnittstellen berücksichtigten, könne Mehrfacharbeit vermieden werden. Wären beispielsweise Pflegeheime und Krankenhäuser miteinander vernetzt, lägen die Daten auf der richtigen Station vor, wenn ein Heimbewohner in die Klinik muss.

 

Was den Datenschutz betrifft, seien aus Sicht von Spahn Kompromisse erforderlich:

 

Übertriebene Datenschutzanforderungen an bestimmten Stellen verunmöglichen, dass Dinge tatsächlich aus Patienten-, Ärzte-, Apotheken- und Pflegesicht effizient gestaltet werden können. Selbst mit Einwilligung derjenigen, um deren Daten es hier geht.

 

20.11.2018