pits aktuelle Kommentare - 2017/2

 

 

 

08-17  Mini- und Multijobber in einem  massenhaft, wo Moneten knapp

 

Ein Thema, das nicht so richtig in diesen Blog für Ruheständler passt,

oder doch?

 

Irritieren nicht solche Überschriften der Zeitungen?

 

Immer mehr Menschen arbeiten noch im Rentenalter“

 

Viele arbeiten über die Rente hinaus“

 

Zahl der Rentner in Minijobs drastisch gestiegen“

 

Fast eine Million Rentner haben Minijobs – ihre Zahl steigt“

 

Waltet da ungebrochene Arbeitsfreude?

 

Verlocken so die Offerten des medial immer wieder hochgepuschten Arbeitsmarktes?

 

Ist es die blanke Not?

 

In Deutschland hat sich die Quote der Erwerbstätigen zwischen 65 und 69 Jahren innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. … Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde pro Woche arbeitet. Aus den Daten geht nicht hervor, ob Ältere arbeiten, weil die Rente nicht reicht oder ob sie wollen.“ – dpa

 

Ein Wohlstandssymptom? Wo doch die Statistik immer aufs Neue preist, wieviel Arbeitsplätze neu geschaffen werden. Im Jobmotor Deutschland, das als Vorbild für Europa gilt.

 

Wobei die Qualität der Jobs kaum hinterfragt wird.

 

Versicherungspflichtige Jobs?

 

Die mit 2,6 Mio größte Gruppe seien sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit mindestens einem zusätzlichen Minijob. Hinzu kämen jeweils knapp 280.000 Menschen, die entweder mindestens zwei Minijobs oder mindestens zwei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen nachgingen.“ – epd

 

Minijob als Zuverdienst war gestern – der Multijobber hat sichtlich Zukunft.

 

Dabei sind für ver.di nach sopoaktuell (Nr. 229) Minijobs „Beschäftigungsverhältnisse zweiter Klasse“, größenteils befristet, ohne Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlten Urlaub, Vertretung durch Betriebs- bzw. Personalräte. Von prekären Arbeitsverhältnissen ist die Rede, einst „Markenkern“ des Sozialstaatsabbaus durch Schröder, Rürup, Riester. Paradox, wenn sie jetzt als gefragt erscheinen.

 

Als sie noch die dafür zuständige Ministerin war, sah Ursula von der Leyen (CDU) in der Kombirente das Mittel der Wahl, es für Rentner attraktiv zu machen, weiter in Teilzeit zu arbeiten, ohne dass die Rente gekürzt wird.

 

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Weiterhin beantwortet weniger als die Hälfte der ArbeitnehmerInnen die Frage „Arbeitsfähig bis zur Rente?“ eindeutig mit Ja.

 

Arbeitsfreude hält offenbar wenig davon ab, sich nötigenfalls gar auf die Grundsicherung im Alter einzulassen, sie zu beantragen.

 

Aber man spricht kaum darüber – mit Nachbarn, Kollegen, Bekanntschaften. Ist ja peinlich!

 

15.4.2017

 

 

 

 

 

 

 

09-17Wer lacht, der schimpft nicht"

 

 

Sagt ein Promi-Pflegeexperte, der sich auch mit dem Humor auskennt. Der Gerontopsychiater, Begründer einer Initiative gegen Gewalt im Alter, verbreitet seine Leitsätze so anregend, dass sie verführen können, auch außerhalb medinischer Zwecke und Einrichtungen genutzt zu werden.

 

 

Prof. Dr. Rolf Hirsch nutzt dazu auch die Berliner Öffentlichkeit, tritt schon mal im Roten Rathaus der Hauptstadt auf. Als ein Wissenschaftler, der sich traut, mit den verschiedenen Verrücktheiten bei der Betreuung von Alten und Kranken „locker“ umzugehen …

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Die Stimmung wird ausgelassen, Grimassen werden geschnitten, es wird gesungen, getanzt, gehüpft. Man traut sich, frech, ungeniert und närrisch zu sein, … Verhaltensauffälligkeiten bleiben auf der Strecke ...“.

 

 

Das ist das glatte Gegenkonzept zur Ruhigstellung „renitenter Alter“ mit Neuroleptika. Zwar berufen sich dessen Protagonisten darauf, dass lediglich zwei Präparate aus dieser Wirkstoffgruppe und das für höchstens sechs Wochen zur Behandlung von Demenzkranken zugelassen sind. Aber: „Vielen Pflegebedürftigen werden zu viele Medikamente verabreicht. Da gibt es nichts zu beschönigen“, kommentiert der Vorsitzende des AOK-Bundesverbandes Martin Litsch.

 

Darf es sein, dass Behinderte mit Pillen wehrlos gemacht werden?

 

 

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Für den Kabarettisten Thomas Reis ist sein Tun vorzugsweise humoristische Altenpflege. Ihm und seinem Berufskollegen Georg Schramm habe ich dafür hier schon wiederholt Achtung gezollt. Sch. besonders dafür, wie er mit zorniger Bosheit soziale Anliegen bekräftigt, nicht bloß als Spaßmacher oder gar Blödelbarde darüber hinwegfaselt, nach dem Motto „Da lach' ich doch drüber!“ - „Neues Deutschland“ 24.12.2016

 

Wofür es die besondere Sparte der Кlinikclowns gibt. „Die sind vornehmlich in Rehazentren und Altenheimen unterwegs“, schreibt Martin Koch im ND.

 

 

In geschlossenen Anstalten wie im öffentlichen Raum ist heitere Gelassenheit lebenserhaltend, deshalb vielerorts gewissermaßen verordnet. So ein „Zwangsoptimismus“ erscheint letztlich beklemmend.

 

 

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Als „positives Denken“ üben uns die Regierenden darin noch und noch mit der Ansage, wie gut es uns in Deutschland geht.

 

 

Es geht da um nicht weniger als den „sozialen Frieden“ im Land – im ganzen!

 

 

Siehe dazu:

K 27-16 „Uns jeit et jot" 

20.4.2017

 

 

 

   

 

 

10-17 Wechselstimmung?

 

Unbestimmtheiten in politischen Entwicklungen hierzulande, in Europa, Amerika, weltweit lassen wieder öfter danach fragen.

 

 

Sozialkritische Akteure bejahen entsprechende Ahnungen. Konservative meinen, es solle alles so bleiben, wie es früher auch schon nicht war. LINKE wollen vernünftige Zustände, also Veränderungen, glauben aber nicht wirklich, dass ihnen ein Impuls dahin gelingt. Ein kühner Wahlkämpfer wähnt sich da schon mal an der Spitze eines „Zuges“ mit Schubkraft. Aber: Ohne ergebnisorientierte Bündnisse ist da halt nichts zu machen.

 

 

Das Institut für Demoskopie Allensbach machte im Auftrag der „Frankfurter Allgemeinen“ eine Befragung, worüber das Blatt am 10.5. ausführlich berichtete. Das Ergebnis: 48 % der Bevölkerung erwarten mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl einen Regierungswechsel – einen Wahlsieg der CDU/CSU.

 

 

Die sehen sich nun durch die NRW-Landtagswahl und den Sieg von CDU-Laschet bestätigt. Die Entscheidung dort gilt ihnen als „kleine Bundestagswahl“.

 

Mehr „Deutungsdemut“ wünscht sich da Giovanni di Lorenzo, Chef der „ZEIT“

 

In der „Sonntagsfrage“ liegt die rot-grüne Koalition rund 12 % hinter deren als erwartbar angesehenem Zusammengehen mit der FDP zurück. Statt einer Linkswende, die „noch Anfang des Jahres bei der Bundestagswahl im Herbst erneut möglich schien, könnte es eine Wende in eine andere Richtung geben“, meinte Daniela Vates in der „Berliner Zeitung“ (16.5.).

 

 

Ganz anders ist das Institut CAMPACT orientiert. Es möchte die aufkommende Wechselstimmung in der Politik zum Aufbruch einer Bürgerbewegung wandeln.

 

 

Der fortschreitende Bundestagswahlkampf wird sicher die Konturen dessen verdeutlichen, was sich da entwickelt. Erinnern wir uns kurz, was die Politik von Kanzler Schröder rund um das Jahr 2004 an Widerstand ausgelöst hatte! Hundertausende gingen Mal um Mal zu Montagsdemonstrationen gegen Sozialabbau und Massenarmut bis dann die Aktivitäten verebbten – von hinhaltendem, scheinbaren Eingehen auf die Forderungen der Massen gelähmt.

Unwiderbringlich? Noch immer sind Millionen von Hartz-IV-Leistungen abhängig, nicht selten drohen schikanöse Sanktionen, der Paragraph dazu gilt als Kernstück der Schröderschen Reformen.

 

 

SPD-Chef-Ante Sigmar Gabriel vertraute dem SPIEGEL (2/2017) an:

 

Wir merken doch alle, wie viel politisch in Bewegung ist. Am Ende wird es darum gehen, welcher politischen Kraft zugetraut wird, das Land besser in die Zukunft zu führen. … Viele Menschen sind zutiefst verunsichert. Zugleich sehen sie, wie die Schere zwischen Arm und reich in den vergangenen 20 Jahren immer weiter auseinandergegangen ist.“

 

 

Da beansprucht G. noch, mit seinen Leuten „Motor“ der Regierung zu sein, was auch „eingeschworene Gegner der SPD“ zugeben würden, weil die Seinen die richtigen Themen und die besseren Leute hätten.

 

20.5.2017

 

 

 

11-17  Gerechtigkeit 

ein zu wenig umkämpftes Thema

 

 

Mangelt es denn daran etwa nicht? Dass man darauf nicht weiter zu pochen braucht, legen die Unionsparteien in ihrem Wahlkampf verständlicherweise nahe. Ganz anders die Sozialdemokraten. Für deren Kanzlerkandidaten stand das Wort seit seinem ersten Auftritt obenan und ließ aufhorchen. Das brachte der Partei starken Zulauf. Der ist inzwischen verebbt. Die WählerInnen wollen dazu mehr von ihm wissen.

 

 

Das Wie und Wann hat er nämlich zu erläutern versäumt. Wenige trauen ihm da wohl noch Wunder zu.

 

 

Die CDU-Mutti ist unter obwaltenden Bedingungen für Wunder zuständig, die sie mit wenigen Worten verheißt. „Uns geht es gut.“

 

Sie ist weiter „dicke da“, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn – mit Spitzenwerten für ihre Partei, Prozenten knapp unter 40.

 

 

Unsere Soziale Marktwirtschaft steht für soziale Gerechtigkeit“, verbreitete deren Pressebüro zum „Welttag für soziale Gerechtigkeit“, alljährlich auf Initiative der Vereinten Nationen begangen, kürzlich am 20.2.

 

 

Also alles in Butter?

 

 

Reißt euch zusammen, ihr immer noch Unzufriedenen!

 

Man „befeuert“ das eigene Lager, um es zu stärken, setzt signalhaft die Slogans.

 

 

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Immerhin gesteht MDB Peter Weiß, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU im Bundestag, zu: „Die Errungenschaften der sozialen Marktwirtschaft müssen immer wieder aufs Neue verteidigt werden, wie die Finanzmarktkrise gezeigt hat.“ Und argumentiert gar gegen „ungezügelten Kapitalismus“, der zu Armut „breiter Massen“ führe.

 

 

Ansonsten rangiert für die Union die „Gerechtigkeit auf der Straße“, sprich die PKW-Maut, die Gerechtigkeit im Spitzensport, da das Doping, auch in Wahlkampfzeiten ganz obenan. So kommt man den Sozis nicht „in die Quere“.

 

 

Freilich sind in manchen Medienangeboten soziale Gegebenheiten auch unionsgeführter Bundesländer schon mal ungeschminkt zu erkennen.

 

Die TV-Sendung „Reiches Bayern, arme Alte“ zeigte Realitäten zum Thema „Bayern Musterbundesland“. Jeder fünfte Bayer ab 65 ist von Armut betroffen, davor von Niedriglohn und Teilzeitarbeit. „Sparen, Sparen, Sparen – das ist Altersarmut.“ Die Dokumentation behandelte Überlebenstechniken in einem von Knappheit geprägten Alltag – „einmal die Woche zur Tafel“. Manchen helfen die Angebote eines kommunalen „Männerversorgungsvereins“.

 

 

Es gibt da auch Anklänge von Sozialromantik, adressiert teils an jene, die sich nach einer vermeintlich „guten alten Zeit“ zurücksehnen, wo „ein gerechterer, sozialerer Umgang mit den Menschen … auch unter dem Druck der Systemkonkurrenz mit der DDR … üblich war“. – „Berliner Zeitung“, 23.11.2016

 

 

Rund zwei Millionen der deutschen Privathaushalte sind heute überschuldet und können nicht die laufenden Kosten des Lebensunterhalts abdecken, besagen die Recherchen dieses Blattes (22.5.).

 

1.6.2017

 

 

 

 

12-17  KV paritätisch finanzieren - gerechtigkeitshalber!

 

 

Wird diese Sicht auf einen Teilbereich des Anspruchs auf soziale Gerechtigkeit ausreichend verdeutlicht, ja betont? Wann immer die Finanzierung der Sozialkassen erörtert wird.

 

Wird darüber nicht gewöhnlich allzu rasch wie über einen nüchternen terminus technicus hinweggegangen?

 

Neben einer armutsfesten Rente ist eine solidarische Krankenkassenfinanzierung für ArbeitnehmerInnen unabdingbar für ihre soziale Absicherung. Fifty-Fifty – das ist gerecht“, sagt der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske.

 

Doch davon hat sich die schwarz-rote Bundesregierung 2015 verabschiedet. Unter Protest von Teilen der sozialdemokratischen Seite.

 

Seither steigen die KV-Beiträge einseitig für die Versicherten unablässig.

 

Nach Einschätzung des Spitzenverbandes der Krankenkassen wird der durchschnittliche Zusatzbeitrag von aktuell 1,1 % bis 2019 auf 1,8 % ansteigen. Der allein von den Versicherten zu zahlende Anteil stiege von derzeit monatlich 48 € auf 78 €. Die Versicherten tragen im Ergebnis alle Kostensteigerungen im Gesundheitswesen allein.

 

Wir müssen das 2016 ändern“, forderten Linke in der SPD beizeiten – ergebnislos, die Union wehrte das ab.

 

Meines Erachtens muss der Zusatzbeitrag erst einmal so bleiben, um die Wettbewerbswirkung zu entfalten“, gab dpa den Vizevorsitzenden der Unionsfraktion im Bundestag Georg Nüßlein (CSU) dazu wieder.

 

Es wird der SPD-Linken Hilde Mattheis recht sein, wenn wir uns auf sie und ihren Standpunkt beziehen:

 

Es ist gerecht, die Arbeitgeber wieder mit ins Boot zu holen.“

 

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ver.di-PUBLIK 6/2016 verweist auf Belgien und Frankreich, wo die Arbeitgeber zwei Drittel der Beiträge zur Krankenversicherung tragen.

 

Der Vorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) Christian Zahn nahm zu dem Problem so Stellung:

 

Wir brauchen in Deutschland eine Debatte über die Frage, ob es richtig ist, dass der Gesetzgeber nunmehr die Arbeitgeberbeiträge dauerhaft auf 7,3 % festgelegt hat und alle künftigen Zusatzkosten den Versicherten allein aufs Auge drückt. Ich glaube, das ist nicht erträglich und … dauerhaft sozial nicht aushaltbar.“

 

Mit der Rückkehr zur Paritätischen Finanzierung wir sich der „Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit“ vom 20. bis 24. Juni zu befassen haben, sie wird da eines der dominierenden Themen sein.

 

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vgl.

 

K 17-14 „Gesundheit wird für Versicherte teurer“

 

11.6.2017

 

 

 

 

12-17 Viel hilft viel wem?

 

Den Leidenden? Oder eher den Anbietern?

 

 

Die Überversorgung ist mittlerweile ein strapaziertes Thema bei Gesundheitspolitikern. Was macht die besorgt? Die Kassenlage? Oder …?

 

 

Pillen morgens, mittags, abends!

 

Wir Alte sind besonders betroffen. Wegen des Zuspruchs für Potenz erhaltende Mittel? Vielleicht im Gegenteil. Die „Berliner Zeitung“ (3.3.2016) titelte „Senioren nehmen zu viele Schlafmittel.“

 

 

Rund die Hälfte der 70- bis 79-jährigen würden regelmäßig mindestens fünf Arzneimittel schlucken. Was das Aktionsbündnis für Patientensicherheit auf den Plan ruft – wegen der vermehrten Fehlerrisiken und kaum übersehbaren Wechselwirkungen der Präparate. 

6,5 % aller Krankenhauseinweisungen sieht der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Entwicklung im Gesundheitssystem, Dr. Ferdinand Gerlach, durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen verursacht, 2 % davon würden tödlich enden, macht pro Jahr immerhin rund 26.000 Todesfälle.

Der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses von Kassen und Ärzten, Josef Hecken, hat die Verbesserung der Arzneimittelsicherheit zu einem seiner wichtigsten Ziele erklärt; er hütet den von der großen Koalition eingerichteten Innovationsfonds von über 300 Mio €, mit dem u.a. die Versorgungsforschung gefördert werden soll.

 

 

Im vorigen Jahr hatten wir einen „Internationalen Tag der Patientensicherheit“, da war die Medikation ein Schwerpunktthema. Bundesweit haben sich fast 200 Kliniken, auch Apotheken sowie Patienten-Selbsthilfegruppen beteiligt.

 

 

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Welch Aktionismus könnte man sagen!

 

Zugleich hat die Anzahl fragwürdiger Arzneimittelverschreibungen zugenommen, wenden Krankenkassen ein, dagegen agieren sie freilich schon über die Jahre – im Widerstreit mit den „Werbeerfolgen“ der Anbieter, der Pharmaindustrie.

 

 

Auf deren Praktiken von der Presse angesprochen, wünscht sich Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, seit 2007 Chef der Arzneimittelkommission der Ärzteschaft, „dass wir in Zukunft weniger auf die Werbung der Pharmaindustrie vertrauen. Stattdessen brauchen wir aussagekräftige Daten aus klinischen Studien, die unabhängig von kommerziellen Interessen geplant und durchgeführt wurden.“ – „Berliner Zeitung“, 6.9.2014 – Das Versprechen der Pharmaindustrie (ab 2016), alle Zahlungen an Ärzte offenzulegen, sah er da „eher skeptisch“.

 

Gut dran ist der Verbraucher, Patient, der sich bereits ein kritisches Verhältnis zu Werbepraktiken der Unternehmen, welcher Branche auch immer, zu eigen gemacht hat und sich dabei auch mit seiner Hausärztin einig weiß, die mit ihm über den Medikationsplan spricht, ihre Verschreibungspraxis erklärt.

 

10.5.2017