Konkrete Kritik statt bloßer Worte

Mit der „richtigen Losung" zum Erfolg?

Das ist so eine Vorstellung, verbunden oft mit dem Sehnen nach dem charismatischen Wortführer.

Natürlich ist Nachdenken über die Wortwahl für einen Appell, eine Aufgabenstellung, eine sinnvolle Verabredung keine banale Angelegenheit. Solche Wortwahl muss der Zielgruppe, den Kontrahenten, den Bündnispartnern adäquat sein.

Doch schlüssige Argumentationen allein bieten nicht die Gewähr für den Erfolg von Aktionen, mit denen es das Soziale durchzusetzen, zu verteidigen gilt.

 

Sollen eindrucksvolle Formulierungen die Kontrahenten in der Auseinandersetzung umstimmen?

 

Oder geht es darum, die zu mobilisieren, deren Interessenvertretung ansteht?

 

Ersteres erweist sich gewöhnlich als illusionäres Vorhaben, wenn damit nicht ein Entscheidungsdruck einhergeht..

 

Wird organisiert auf Veränderungen gezielt, oder Politik nur verbal kritisch „begleitet"?

„Die konsensorientierte Politik einiger Gewerkschaftsrepräsentanten ohne aktive Gegenwehr, die den Gewerkschaften vielleicht eine gewisse Anerkennung in der Öffentlichkeit bringt, aber keine zuverlässigen Resultate im Interesse der abhängig Beschäftigten und Arbeitssuchenden muss beendet werden.

Es gibt in den entscheidenden politischen Fragen keine Übereinstimmung zwischen den Gewerkschaftszielen und der Politik der Regierung. Da helfen auch keine Gespräche mit der Bundeskanzlerin."

Aus:

10 Jahre ver.di, eine kritische Bilanz.

Franz Kersjes in: „Welt der Arbeit"

Protestbürger

„Menschen mucken auf, weil sie sich bedroht fühlen", dokumentierte der WDR unter dem Thema „Protestbürger" in der Reihe „die story".

Weil sie Entscheidungen in Behörden als willkürlich empfinden und Politikern nicht mehr trauen. Eine neue Protestkultur entsteht."

 

Geben wir bei Google „Protestkultur" als Suchwort ein, bekommen wir viele Hinweise mit unterschiedlichen Sichtweisen.

Beispiele:

Frankfurter Allgemeine - „Revolte unter deutschen Dächern"

http://www.faz.net/-01hl73

ZEITONLINE Protestkultur. „Wir haben die Nase vor"

http://www.zeit.de/2010/42/Modernisierungsprotest: